Midi Information

Was enthalten die MIDI-Dateien ?

Midi-Dateien sind im Allgemeinen für heutige Verhältnisse winzige Dateien. Das kommt davon, dass sie auch nur recht wenig Informationen enthalten müssen: Es sind Steuerdaten für den auf jeder Soundkarte befindlichen Synthesizer oder einen Software-Synthesizer. Die MIDI-Datei enthält nur Informationen über die Tonhöhe, die Dauer und die Anschlagstärke und die Stimme (Track), zu der der betreffende Ton gehört. Den dazugehörigen Klang erzeugt der Synthesizer auf der Soundkarte oder eine im PC laufende Synthesizer-Software. Für jeden Ton des Musikstücks werden also nur jeweils diese vier Informationen benötigt. Das Abspielprogramm (Media-Player oder Sequencer-Programm) sorgt dafür, dass der Synthesizer die Töne in der Reihenfolge und in dem Moment mit derjenigen Tonhöhe und Anschlagstärke "zu futtern" bekommt, wie sie in der MIDI-Datei gespeichert sind. Dabei können natürlich auch mehrere Töne gleichzeitig (=Akkorde) erklingen.

Heutzutage (2004) sind selbst billige Soundkarten schon ganz brauchbar. In den modernen schnellen Rechnern wird meistens der Synthesizer-Chip auf der Soundkarte gar nicht benutzt, sondern eine Synthesizer-Software übernimmt die Klangerzeugung. Die Rechenleistung ist so hoch, dass es den Rechner gerade einmal zu 10-30% auslastet, wenn er die Klänge für beide Lautsprecher einige 10.000 Mal in jeder Sekunde einfach ausrechnet.

Hier sind einige vielleicht interessante Links zum Thema MIDI-Technik und zu Soundkarten (in Deutsch):

TU Chemnitz
Links auf MIDI-Seiten findet ihr im Linkverzeichnis
http://www.harmony-central.com/MIDI/files.html
und ein recht großes klassisches MIDI-Archiv unter
http://www.prs.net/midi.html
oder mit Schwerpunkt Chor- und Vokalmusik:
http://www.channel1.com/users/gsilvis/

Wie gehe ich mit Midi files um?

Wenn ihrr Windows im Urzustand ist, wird zuerst einmal die MIDI-Datei von der Homepage in euren Rechner übertragen und dann auch gleich vom Windows Media-Player "in Arbeit genommen". Windows stellt fest, dass die Dateierweiterung ".MID" ist und dass solche Dateien mit dem Media-Player zu behandeln sind. Der Media-Player ist ein Abspielprogramm, das nicht auf MIDI spezialisiert ist, sondern so ziemlich alles abspielen kann, was mit Bild und Ton zu tun hat. Hiermit kann man zwar die Wiedergabe grundsätzlich steuern, hat aber keinen Einfluss auf die meisten mit MIDI möglichen Einstellungen. Mit den Steuerelementen des Media-Players kann man nur die Wiedergabe starten, anhalten und die Stelle bestimmen, die abgespielt werden soll.

Man kann zu übertragene Dateien auch dauerhaft auf der Festplatte abspeichern, indem man anstatt mit der linken mit der rechten Maustaste auf das Symbol oder den Text klickt. Es erscheint dann ein Fenster, in dem man unter anderem wählen kann, ob man die Datei 'Öffnen', d.h. gleich abspielen oder mit 'Ziel speichern unter' auf einem Datenträger (normalerweise der Festplatte) speichern will. Speichern hat den Vorteil, dass man nicht wieder auf die Internet-Midiseite muss, um die Datei später noch einmal zu hören, aber den Nachteil, dass man nicht mitbekommt, wenn eine Datei im Internet verbessert wurde (was allerdings nur selten vorkommt). Wenn man die Datei speichert, kann man sie später mit dem Explorer suchen und ausführen, auch wenn man nicht online ist oder sich eine Verknüpfung mit der Datei erstellen und z.B. auf dem Desktop ablegen (mit der rechten Maustaste dort hinziehen und "Verknüpfung erstellen" wählen). Es ist auch keine schlechte Idee, sich für MIDI-Dateien einen eigenen Ordner anzulegen, z.B. in den 'Eigenen Dateien' (Im Explorer die 'Eigenen Dateien' anwählen, links oben auf 'Datei' - 'neu' - 'Ordner'. Dann 'neuer Ordner' umbenennen) und die herunter geladenen Dateien dort abzulegen. In Windows XP gibt es in den 'Eigenen Dateien' einen vorbereiteten Ordner 'Eigene Musik', der sich hierfür anbietet.

Zum Üben ist der Media-Player nicht geeignet !

Zur Ausnutzung aller Möglichkeiten, die MIDI bietet, gibt es einige hervorragende so genannte "Sequencer"-Programme, die teilweise sogar Noten drucken können. Mit so einem Programm hat man die Einstellmöglichkeiten, die man benötigt:

  • · Lautstärke (Volume) der Einzelstimmen
  • · Position der Einzelstimme zwischen den Lautsprechern (Pan)
  • · Das Synthesizer-Instrument, das der Stimme zugeordnet ist.

Innerhalb des Stücks:

  • · Gezieltes Ansteuern einzelner Takte
  • · Einzelschrittbetrieb (Akkord für Akkord)
  • · Ändern des Tempos (View / Metronome - Tempo Settings)

Die meisten dieser Programme kosten einige hundert Euro, es gibt aber auch kostenlose 'abgespeckte' Versionen, die für Übezwecke völlig ausreichen: z.B das etwas chaotische Anvil-Studio oder der noch leistungsfähigere und übersichtlichere Quartz Adiomaster.


Eine mit dem Programm nach eigenen Bedürfnissen eingestellte Midi-Datei kann auch gleich mit allen Einstellungen in der neuen Form lokal abgespeichert werden, so dass man die eigenen Einstellungen nicht immer neu machen muss. Fast alle Programme speichern wenn man nicht ausdrücklich das Midi-Formate angibt die veränderten Dateien in einem eigenen internen Format, das dann nur noch von dem verwendeten Programm bearbeitet werden kann.